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Haftungsumfang bei möglicher Verletzung ärztlicher Aufklärungspflichten

Grundsätzlich hat der aufklärungspflichtige Arzt nachzuweisen, dass er die von ihm geschuldete Aufklärung erbracht hat, insbesondere bei Leistenbruchoperationen, dass durch den Eingriff im Bruchbereich verlaufende Nerven verletzt und dadurch Schmerzen ausgelöst werden können, die in seltenen Fällen auch dauerhaft sind.

Angesichts der Vielzahl von Informations- und Aufklärungsgesprächen, die Ärzte täglich führen, kann nicht erwartet werden, dass Ärzte sich an das konkrete Gespräch lückenlos erinnern können.

Bei einem Aufklärungsmangel besteht ein Pflichtwidrigkeitszusammenhang nur dann, wenn die Aufklärung über dasjenige Risiko unterblieben ist, das schließlich zu einem Gesundheitsschaden geführt hat, wobei der unterschriebene Patientenbogen einen Indiz dafür darstellen kann, dass der Patient in die ordnungsgemäße Durchführung der Heilmaßnahme mitsamt von etwaig auftretenden Komplikationen eingewilligt hat.

Quelle: Urteil des OLG Dresden vom 20.07.2021, Az.: 4 U 2901/19

Originalentscheidung auf Wolters Kluwer Online aufrufen:

  OLG Dresden, 20.07.2021, 4 U 2901/19

 

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