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Zur Abrechnung der Leistungen eines erkrankten angestellten Arztes

Leistungen, die in Vertretung für einen erkrankten angestellten Vertragsarzt erbracht werden, dürfen nicht unter der LANR des erkrankten Arztes abgerechnet werden. Geschieht dies dennoch, muss der erkrankte Arzt das Honorar für diese Leistungen zurückzahlen.

Ein Facharzt für Innere Medizin und Praxisinhaber hatte vertragsärztliche Leistungen unter der Arztnummer eines angestellten Arztes abgerechnet, der diese Leistungen in diesem Zeitraum nicht erbracht haben konnte, weil er – unbestritten – arbeitsunfähig war. Infolgedessen forderte die KV das entsprechende Honorar in Höhe von mehr als 200.000 € zurück.

Das Gericht hielt diese Honorarkorrektur für rechtmäßig. Die KV sei zur nachträglichen Berichtigung der Honorarabrechnung gemäß § 106d Abs. 1, Abs. 2 S. 1 Hs. 1 SGB V berechtigt gewesen. Die Rückforderung als solche sei aufgrund von § 50 Abs. 1 S. 1 SGB X erfolgt. Der Vertreter habe der KV weder die Erkrankung des angestellten Arztes mitgeteilt, noch sei eine Vertretung angezeigt bzw. genehmigt worden. Die erbrachten Leistungen seien unter der LANR des tatsächlich tätig gewordenen Arztes abzurechnen gewesen.

Quelle: Sozialgericht Dresden, Beschluss vom 23.1.2020 – S 25 KA 18/20 ER
– veröffentlicht bei juris.de

 

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