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Zahnarzt muss 10.000 € Schmerzensgeld zahlen

Es ist schadensersatzbegründend, wenn ein Zahnarzt den Patienten vor Durchführung einer prothetischen Versorgung (hier: teleskopierende Brücke) nicht über mögliche Alternativbehandlungen (hier: Einbringung von zwei Implantaten als weitere Stützpfeiler) aufklärt.

Bei einer einer Vorbehandlung mit ungenügender Röntgen- und Parodontaldiagnostik, einem Unterlassen notwendiger endodontischer Maßnahmen sowie unzureichender Teleskoparbeit und Schmerztherapie) ist angesichts der Häufung von Behandlungsfehlern von einem groben Behandlungsfehler auszugehen.

In Anbetracht der Länge und Intensität der Behandlung (hier: ca. fünf Jahre), des notwendigen Ziehens mehrerer Zähne, äußerst schmerzhafter Entzündungen und diverser Anschlussbehandlungen sowie der über das Verfahren fortbestehenden mangelnden Unrechtseinsicht des Zahnarztes rechtfertigt sich ein Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 €.

Quelle: Landgericht Frankfurt (Oder), Urteil vom 01.12.2019 – 11 O 309/11

 

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