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Teures Medikament: Ohne Verordnung keine Kostenerstattung

Nach der Zulassung eines Medikaments haben Betroffene nicht automatisch einen abstrakten Leistungsanspruch gegen ihre gesetzliche Krankenkasse. Notwendig ist, dass die behandelnden Ärzte das Medikament auch verordnen. Der Einsatz des Medikaments muss medizinisch erforderlich und ärztlich beabsichtigt sein. Der alleinige Behandlungswunsch des Versicherten reicht nicht aus.

Eltern eines Mädchens hatten bezüglich der Behandlung der Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie bei ihrer Tochter gegenüber ihrer Krankenkasse die Erstattung der Kosten einer Gentherapie ihrer Tochter mit dem Medikament Zolgensma beantragt. Die Verabreichung des Medikaments als Einmaldosis schlägt mit knapp zwei Mio. € zu Buche. Vor den Gerichten wurde die Verpflichtung der Kasse zur Kostenerstattung im Eilverfahren abgelehnt, die Beschwerde hiergegen wurde zurückgewiesen.

Quelle: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 22.06.2020 – L 16 KR 223/20 B ER

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