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Krankengeld trotz verspäteten Attests

Einem Arbeitnehmer steht Krankengeld auch dann zu, wenn er das Attest für die fortdauernde Krankschreibung bei seiner Krankenkasse vom untersuchenden Arzt erst verspätet erhält und vorlegt.

Die unzureichende Büroorganisation eines Arztes liegt hier in der Risikosphäre der Krankenkasse. Ist ein Arzt, dessen sich die Kasse bedient, nicht in der Lage, eine AUB unverzüglich nach Untersuchung auszustellen, muss die Krankenkasse sich dieses Versäumnis zurechnen lassen.

Ein Arbeitnehmer hatte sich an einem Montag um eine erneute Krankschreibung bemüht. Der Arzt hatte ihm die Bescheinigung aber erst am folgenden Samstag übermittelt. Obwohl der Arbeitnehmer die AUB noch am gleichen Tag auf den Weg gebracht hatte, verweigerte die Kasse ihm das Krankengeld für die Zeit zwischen der Untersuchung und dem Erhalt der Bescheinigung: Der Betroffene hätte sich auch per Telefon oder Fax weiterhin krankmelden können.

Quelle: Sozialgericht München, Urteil vom 17.06.2020 – S 7 KR 1719/19

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