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Haftungsklage gegen Orthopäden ohne Erfolg

Die Verabreichung einer Kortisoninjektion stellt bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß des Knies eine anerkannte Therapiemethode und ein probates Mittel in der konservativen Behandlung dar. Vor einer solchen Behandlung ist der Patient auf die gesteigerten Risiken hinzuweisen. Bei fehlerhafter Aufklärung trägt der Patient die Beweislast dafür, dass die Kniegelenksinfektion durch die konkrete Injektion verursacht worden ist.

Auch eine zweite Kortisoninjektion muss nicht zwingend als behandlungsfehlerhaft gewertet werden, selbst  wenn die zeitliche Soll-Vorgabe des Medikamentenherstellers nicht eingehalten wird. Dabei muss der Arzt eine Abwägung zwischen einem erhöhten Infektionsrisiko und der Beschwerdelinderung vornehmen.

Quelle: Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 31.01.2020 – I-26 U 47/19

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