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(Zahn-)Ärztliche Werbung: „Abteilung für Oral- und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie“

Wirbt eine Klinik, an der ausschließlich Zahnmediziner tätig sind, mit Leistungen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, obwohl kein MKG-Chirurg in der Klinik tätig ist, sondern ein solcher nur im Einzelfall hinzugezogen werden kann, ist die Werbung unlauter und daher zu unterlassen.

Denn die Erwähnung der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie (neben der Oralchirurgie) lässt berechtigterweise darauf schließen, die beklagte Klinik verfüge über verschiedene Abteilungen, neben der Oralchirurgie auch der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit der Folge, dass vor Ort Fachärzte tätig sind, die über eine entsprechende Facharztausbildung der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie verfügen und daher in der Lage sind, Erkrankungen fachgerecht zu behandeln. Die beim Verbraucher hervorgerufene Vorstellung kann nicht mit der vereinzelten Hinzuziehung eines im französischen Lyon ansässigen Facharztes erfüllt werden.

Aus den gleichen Gründen ist es wettbewerbswidrig, wenn sich der Klinik-Geschäftsführer, selbst Zahnmediziner, in einer Werbeanzeige der Klinik als „Leiter der Abteilung für Oral- und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie“ präsentiert, obwohl eine solche Abteilung an der Klinik nicht existiert.

Quelle: Landgericht Heidelberg, Urteil vom 12.06.2018 – 11 O 50/17 KfH

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