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Krebstherapie mit Todesfolge: Heilpraktiker verurteilt

Wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen ist 61-jährigen Heilpraktiker zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht hielt dem Verurteilten zu Gute, dass er nicht vorbestraft war, an der Aufklärung mitgewirkt hatte und das Geschehen glaubwürdig bedauerte.

Der Heilpraktiker hatte in seiner Praxis überwiegend krebskranke Patienten behandelt und dabei unter anderem Infusionen mit dem Zellgift 3-Bromopyruvat (BP-3) verabreicht, um Krebszellen abzutöten. Bei der Zubereitung der jeweils individuell hergestellten Präparate war es zu Wiegefehlern und aufgrund dessen Überdosierungen gekommen, in deren Folge drei Patienten verstarben.

Das Gericht stellte „schwere Verletzungen der Sorgfaltspflicht“ fest, weil der Heilpraktiker die Identität der gelieferten Substanzen nicht überprüft, eine ungeeignete Waage verwendet, Infusionsflaschen unzureichend beschriftet und den Einsatz der verwendeten Substanz mangelhaft dokumentiert hatte.

Quelle: Landgericht Krefeld, Urteil vom 15.07.2019 – 22 KLs 14/18

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