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Beschleifen einer Prothese erfordert keine zahnärztliche Approbation

Zahntechniker, die im Auftrag von Zahnärzten aufgrund eines Abdrucks oder Modells des Kiefers des Patienten Behandlungsapparaturen herstellen und diese einschleifen, Gebiss- und Zahnbefunde fertigen und dem Zahnarzt Behandlungsvorschläge unterbreiten, üben keine Zahnheilkunde aus und haften daher auch nicht für das Fehlen einer Approbation als Zahnarzt.

Das Beschleifen einer farbig markierten Prothese außerhalb des Mundes eines Patienten stellt keine Ausübung der Zahnheilkunde dar. Entsprechendes gilt für das zeitlich vorgelagerte Verwenden von Lackmuspapier. Auch dies erfordert keine zahnärztlichen Kenntnisse in dem erläuterten Sinne. Entsprechendes gilt für die von der Klägerin nicht näher beschriebene „Kontrolle“ des Sitzes der Prothese. Eine bloße Sichtkontrolle beinhaltet keine wie auch immer geartete Gefahr für eine Patientin gerade durch diese Kontrolle.

Quelle: Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 18.01.2019 – 8 U 223/12

 

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