Springen Sie direkt:

Aktuelles

Arzt erhält für erlittene U-Haft 1,1 Millionen Euro Entschädigung

In dem Schadensersatzverfahren eines ehemaligen Transplantationsmediziners der Universitätsmedizin Göttingen gegen das Land Niedersachsen hat die 7. Zivilkammer des Landgerichts Braunschweig das Land Niedersachsen verurteilt, an den Kläger 1.087.899,19 EUR zu zahlen und den Kläger von seiner Verpflichtung gegenüber seinem Bruder freizustellen, eine Zinszahlung i.H.v. 80.000 EUR an einen Darlehensgeber zu leisten.

Die weitergehende, auf die Erstattung von Rechtsanwaltskosten im Zusammenhang mit der Formulierung und Einlegung einer (erfolglosen) Verfassungsbeschwerde gerichtete Klage wurde hingegen abgewiesen.

Der Arzt forderte Schadenersatz, weil er wegen der knapp einjährigen U-Haft eine gut bezahlte Stelle in Jordanien mit einem Gehalt von 50.000 Dollar pro Monat nicht hatte antreten können.

Der Arzt war 2015 vom Vorwurf des elffachen versuchten Totschlags und der dreifachen Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen worden.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Quelle: LG Braunschweig, Urteil vom 13.09.2019, Az. 7 O 3677/18

Wir wollen, dass Sie Recht bekommen.

Sie benötigen Unterstützung? Dann vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Telefontermin mit uns.

Telefontermin vereinbaren