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Schwere Verbrennungen nach OP: Über Haftungsklage wird erneut entschieden

Die Frage, ob Verbrennungen eines Patienten durch atypischen Stromfluss bei der Verwendung eines Hochfrequenzgeräts sicher hätten vermieden werden können, wenn der Patient ordnungsgemäß gelagert worden wäre, ist von erheblicher Bedeutung. Denn ist dies der Fall, verwirklicht sich in der Schädigung ein von der Behandlungsseite zu beherrschendes vermeidbares Risiko mit der Folge, dass nach den Grundsätzen des objektiv beherrschbaren Risikos eine Beweislastumkehr eintritt.

Ein wegen eines Prostata-Karzinoms unter Verwendung eines Hochfrequenzgeräts (Elektrokauter) operierter Patient erlitt durch die Operation schmerzhafte Verbrennungen und musste zur Entfernung entzündeten Binde- und Muskelgewebes notoperiert werden. Anschließend nahm er den Operateur und die Krankenhausbetreiberin wegen fehlerhafter Lagerung und Durchführung der Operation sowie unzureichender Aufklärung über die Risiken auf Ersatz materiellen und immateriellen Schadens in Anspruch.

Die Klage wurde in zwei Instanzen abgewiesen, ehe die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers Erfolg hatte und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Oberlandesgericht zurückverwiesen wurde. Das Berufungsgericht habe den Kern des Klägervortrags nicht erfasst und wesentliche für den Kläger günstige Ausführungen der gerichtlichen Sachverständigen unberücksichtigt gelassen, so der BGH. Diese Gehörsverletzung sei entscheidungserheblich gewesen (vgl. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 26.09.2017 – VI ZR 529/16).

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