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Pharmaunternehmen muss Werbeaussagen über homöopathisches Kopfschmerzmittel unterlassen

Das OLG München hat der Pharma FGP verschiedene Aussagen in der Werbung für ein homöopathisches Kopfschmerzmittel („Neodolor“) verboten. Das Unternehmen warb unter anderem mit der Aussage, dass es „zuverlässig, effektiv und wirkungsvoll“ sowie „stark bei allen behandelbaren Formen von Kopfschmerz“ wirke, „sicheren Erfolg im Regelfall“ biete, optimal verträglich sei und keine unerwünschten Neben- und Wechselwirkungen habe sowie „100 Prozent natürlich“ sei.

Dagegen hatte ein Verein für lautere Heilmittelwerbung geklagt.

Das OLG hat Pharma FGP 11 der 12 gerügten Werbeaussagen verboten. Dabei sei unter anderem maßgeblich gewesen, dass für die Zulassung homöopathischer Medikamente keinerlei wissenschaftliche Studien über die tatsächliche Wirksamkeit erforderlich sind. Vielmehr entscheide eine Kommission anhand der Zutatenliste, ob das Präparat bei der angegebenen Indikation helfen könnte. Zudem seien die Werbeaussagen teileweise unzutreffend. So stehe der Behauptung, das Mittel sei optimal verträglich und habe keine unerwünschten Neben- und Wechselwirkungen, entgegen, dass das Präparat laut Packungsbeilage für Kinder und für Schwangere ebenso wenig empfohlen wird wie der gleichzeitige Konsum von Genussmitteln wie Alkohol. Der Aussage „100 Prozent natürlich“ laufe der Inhaltsstoff Magnesiumstearat zuwider, der chemisch hergestellt werde.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (vgl. OLG München, Urteil vom 04.05.2017, Az. 29 U 335/17).

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