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Keine Arzthaftung nach Tumorresektion mit Lungenembolien und Lysetherapie

Kommt es nach einer Wirbelsäulenoperation (hier: Tumorresektion) zu einer Lungenembolie mit akut drohendem Herzstillstand und ist eine Lysetherapie die einzig lebensrettende Therapieoption, ist der einwilligungsfähige Patient zur Wahrung seiner Autonomie gleichwohl über die Behandlungsmaßnahme, insbesondere über das Risiko einer Lähmung infolge Nachblutens aufzuklären und seine Einwilligung zur Lysetherapie einzuholen.

Der Arzt ist mit dem Beweis für seine Behauptung, dass der Patient bei ordnungsgemäßer Aufklärung in den Eingriff eingewilligt haben würde, nur zu belasten, wenn der Patient zur Überzeugung des Tatrichters plausibel macht, dass er, wären ihm die Risiken der Behandlung hinreichend verdeutlicht

worden, vor einem echten Entscheidungskonflikt gestanden hätte, wobei an die Substanziierungspflicht zur Darlegung eines solchen Konflikts keine zu hohen Anforderungen gestellt werden dürfen. Trotzdem ist es der Klägerin nicht gelungen, einen derartigen Entscheidungskonflikt plausibel zu machen (vgl. Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 22.03.2017 – 5 U 191/15).

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