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Kein Mitverschulden des Patienten bei unterlassener Malaria-Prophylaxe

Die Wertung einer objektiv unrichtigen Diagnose als Behandlungsfehler kommt in Betracht, wenn Symptome vorliegen, die für eine bestimmte Krankheit kennzeichnend sind, von dem Arzt aber nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Fieber und Durchfall sind nicht für eine bestimmte Krankheit, sondern mindestens für zwei Krankheiten kennzeichnend: Malaria und Magen-Darm-Infekt.

Selbst eine mangelnde Mitwirkung des Patienten bei einer medizinisch gebotenen Behandlung schließt einen Behandlungsfehler dann nicht aus, wenn der Patient über das Risiko der Nichtbehandlung nicht ausreichend aufgeklärt worden ist.

Ein Arzt kann einem Patienten im Falle eines vorwerfbaren Diagnosefehlers im Zusammenhang mit einer Malaria-Erkrankung nicht den Mitverschuldenseinwand entgegenhalten, dieser habe vor dem Aufenthalt in einem Malaria-Risikogebiet keine Malaria-Prophylaxe vorgenommen (vgl. Urteil des OLG Frankfurt am Main vom 21.03.2017, Az.: 8 U 228/11).

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