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Haftung für fehlerhaftes „Slicen“ von Milchzähnen bestätigt

Wird bei dem Beschleifen von Milchzähnen zu viel Material abgetragen, sodass eine ungleichmäßige Oberfläche entsteht, kann ein grober zahnärztlicher Behandlungsfehler vorliegen.

Eine gerade volljährige Patientin, bei der mehrere bleibende Zähne nicht angelegt sind, begab sich in kieferorthopädische Behandlung. Ihre vorhandenen Milchzähne sollten solange wie möglich erhalten bleiben und später durch Implantate ersetzt werden. Wie die Gerichte feststellten, wurden dann von einer Zahnärztin Schleifmaßnahmen an den Milchzähnen grob fehlerhaft ausgeführt. Infolge des fehlerhaften Slicens seien die Milchzähne geschädigt worden.

Das OLG Hamm bestätigte das vom Landgericht festgesetzte Schmerzensgeld in Höhe von 2000,00 €. Aufgrund der fehlerhaften Behandlung waren bei der Patientin folgende Gesundheitsschäden eingetreten: Schmerzen, behandlungsbedürftige Dentinwunden, Temperaturempfindlichkeit, Kariesbildung an zwei Zähnen, eine verschlechterte Langzeitprognose. Ferner stellte das Gericht die Ersatzpflicht der Beklagten im Hinblick auf noch nicht absehbare weitere gesundheitliche Folgen fest (vgl. Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 04.07.2017 – 26 U 3/17).

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