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Haftung eines Sachverständigen in einem selbständigen Beweisverfahren

Ein in einem selbständigen Beweisverfahren gerichtlich bestellter Sachverständiger haftet dann nicht nach § 839a BGB, wenn sich kein Streitverfahren anschließt, das durch eine gerichtliche Entscheidung abgeschlossen wird, und der Kläger im Beweisverfahren einen Antrag auf Einholung eines Ergänzungsgutachtens nicht weiterverfolgt. Auch eine Haftung des Sachverständigen aufgrund analoger Anwendung des § 839a BGB scheidet aus. Aus dem gesetzgeberischen Willen ergibt sich nämlich, dass ein Anspruch nach § 839a BGB nur dann in Betracht kommen soll, wenn auf Basis des Gutachtens durch eine gerichtliche Entscheidung und nicht durch anderweitige Erledigung des gerichtlichen Verfahrens ein Schaden entsteht (vgl. Urteil des OLG Frankfurt am Main vom 11.01.2017, Az.: 4 U 38/16).

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