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Beweislast für nachteilige Schilderungen liegt bei Jameda

Jameda wurde dazu verurteilt, die Bewertung eines Zahnarztes hinsichtlich der Überschrift „Nicht zu empfehlen“ und den Noten 5 in den Kategorien „Behandlung“ und „Vertrauensverhältnis“ nicht mehr zu veröffentlichen.

Die Bewertung war zusammen mit einem Text veröffentlicht worden, in dem behauptet wurde, dass der betroffene Zahnarzt dem Bewertenden eine zu hohe und zu runde Krone angefertigt habe. Tatsächlich gab es den geschilderten Fall in der Praxis nicht. Der Zahnarzt forderte Jameda deshalb zur Löschung der Bewertung auf. Jameda lehnte ab, weil der Bewertende seine Schilderungen auf Nachfrage bestätigt habe und legte zum Nachweis eine fast vollständig geschwärzte E-Mail vor.

Das LG München ist der Auffassung, dass eine bloße Bestätigung des Bewertenden nicht ausreiche, um nachteilige Schilderungen als wahr unterstellen zu können. Die Beweislast für die Sachverhaltsschilderungen liege bei Jameda. Kann der Beweis nicht geführt werden, sind nicht nur die Schilderungen selbst, sondern auch alle damit zusammenhängenden bewertenden Formulierungen und Noten nicht mehr zu veröffentlichen (vgl. LG München I, Urt. v. 03.03.2017, Az. 25 O 1870/15).

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