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Schmerzensgeld wegen unzureichender Risikoaufklärung vor Sprunggelenksversteifung

Vor einer Versteifungsoperation des Sprunggelenks (Arthrodese) kann ein Arzt einen Patienten über das Risiko einer Pseudoarthrose aufzuklären haben.

Die Klage war in zweiter Instanz erfolgreich. Nach Anhörung der Parteien und einem eingeholten medizinischen Gutachten hat das Gericht die beklagte Praxis aufgrund eines Aufklärungsfehlers zum Schadensersatz verurteilt. Die durchgeführte Risikoaufklärung des Klägers sei defizitär, so der Senat, weil nicht mit ausreichender Sicherheit feststellbar sei, dass der Kläger über das erhöhte Risiko einer Pseudoarthrose mit der Folge einer Schraubenlockerung informiert worden sei.

Dieses Risiko habe nach den Angaben des medizinischen Sachverständigen in dem nicht unerheblichen Umfang von 14% bestanden und sei deswegen in jedem Fall aufklärungspflichtig gewesen. Die für die Aufklärung darlegungs- und beweispflichtige Beklagte habe die gebotene Aufklärung nicht nachweisen können.
Das Gericht stellte aufgrund der mit der Operation verbundenen Schmerzen und das sich danach verwirklichte Risiko der Pseudoarthrose ein Schmerzensgeld in Höhe von 6.000
Euro fest (vgl. OLG Hamm , Urteil vom 08.07.2016, Az. 26 U 203/15).

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