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Nicht nur der Aufklärungsbogen, auch das Aufklärungsgespräch ist entscheidend

Eine Aufklärungsrüge ist nicht allein nach dem Inhalt eines vom Patienten unterzeichneten Aufklärungsbogens zu beurteilen. Es kommt vielmehr auf den Inhalt des persönlichen Aufklärungsgesprächs zwischen Arzt und Patient an.

Aus diesem Grund ist die Haftungsklage einer Patientin nach einer Knieprothesenrevision erfolglos geblieben. Die Klägerin hatte 50.000 € zuzüglich einer monatlichen Schmerzensgeldrente gefordert und sich dabei auf eine behandlungsfehlerhafte Verletzung ihres Oberschenkelnervs während der OP sowie eine unzureichende Risikoaufklärung berufen: Entgegen dem Inhalt der Aufklärungsbögen sei sie vor der Operation über Risiken nicht aufgeklärt worden.

Das OLG Hamm hielt dies nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme für nicht glaubhaft und lebensfremd. Der Klägerin sei zudem der ihr – auch bei einem unterstellten Aufklärungsfehler – obliegende Nachweis, dass sich der Aufklärungsmangel verwirklicht habe und durch die Operation eine Nervenschädigung verursacht worden sei, nicht gelungen (vgl. Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 09.11.2015 – 3 U 68/15).

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