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Kündigung eines Fitnessstudiovertrages wegen einer Erkrankung

Einem Kunden kann bei einer Erkrankung ein wichtiger Grund zur Kündigung seines Fitnessstudiovertrages zustehen, wenn er wegen der Erkrankung (hier: einer Schädigung des Knies) nicht mehr in der Lage ist, Fitnesstraining in dem Fitnesstudio durchzuführen, ohne dass dieser Umstand ihm bei Vertragsschluss bekannt war. Bei einem Fitnessstudiovertrag trägt der Kunde zwar das Risiko, ob er körperlich in der Lage ist, die ihm durch den Vertrag offenstehenden Fitnesseinrichtungen zu nutzen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz besteht aber dann, wenn der Kunde durch eine nicht vorhersehbare Erkrankung auf unbestimmte Zeit daran gehindert ist, die Leistungen des Studios in Anspruch zu nehmen. Darf er bei Abschluss des Vertrags darauf vertrauen, dass eine Vorerkrankung einer Teilnahme am Fitnessprogramm nicht entgegensteht, im Gegenteil sogar durch Fitnessübungen Verbesserungen des Gesundheitszustandes möglich erscheinen, wäre es wiederum unbillig, wenn er bei Wiederauftreten oder nicht erwarteten Verschlimmerung einer Vorerkrankung an den Vertrag gebunden bliebe (vgl. Urteil des AG Köln vom 09.05.2016, Az.: 142 C 537/14).

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