Springen Sie direkt:

Aktuelles

Kosmetikstudio in Vermittlerrolle haftet für fehlerhafte ärztliche Leistungen

Das LG Dortmund hat entschieden, dass Partner eines Vertrags über eine Schönheitsoperation auch ein Kosmetikstudio sein kann, wenn es die Leistungen aktiv vermittelt. Das Gericht gab zwei Haftungsklagen statt. Anders als das beklagte Studio vortrug, war der Behandlungsvertrag nach Ansicht des Gerichts unmittelbar mit diesem selbst zustande gekommen. Die äußeren Umstände hätten für die Klägerinnen nur den Eindruck zugelassen, dass allein das Studio Vertragspartner sein sollte. So seien die Terminvereinbarungen durch dessen Mitarbeiter und die Voruntersuchungen in dessen Geschäftsräumen erfolgt. Auch die Rechnung wurde auf Briefbögen des Studios geschrieben.

Das Studio hatte auf seiner Homepage Leistungen der ästheti¬schen Chirurgie unter anderem mit der Aussage beworben: „Überzeugen Sie sich selbst von unserem Team und unseren Leistungen…“. In den AGB war aber davon die Rede, dass der Ver¬trag über die medizinische Leistung direkt zwischen Arzt und Kunde zustan¬de komme. Für drei Frauen erfolgte die Beratung durch einen türkischen Kooperationsarzt, der keine deut¬sche Approbation besaß. Sie schlossen jeweils einen Vertrag über eine ästhetisch-chirurgische Leistung ab, bei der es zu Komplikationen kam (vgl. Landgericht Dortmund, Urteil vom 15.10.2015 – 4 O 247/11 u.a.).

Wir wollen, dass Sie Recht bekommen.

Sie benötigen Unterstützung? Dann vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Telefontermin mit uns.

Telefontermin vereinbaren