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Keine Einstandspflicht eines Gebäudeversicherers bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Schadensfalls

Ein Gebäudeversicherer muss für einen Wasserschaden nicht eintreten, wenn der Versicherungsnehmer den Schaden grob fahrlässig herbeigeführt hat. Dies ist der Fall, wenn der Vermieter einer Wohnung durch rückständige Mietzahlungen und längere Abwesenheit des Mieters sich nicht von einem ordnungsgemäßen Funktionieren der Heizung überzeugt und bei beträchtlichen Minusgraden nicht für eine Entleerung der Wasserleitungen Sorge trägt. Das Unterlassen dieser Kontrollmaßnahmen stellt eine besonders gröbliche Verletzung der Sorgfaltspflichten dar. Bei einer solchen Sachlage wäre keine nicht versicherte Person gerade zum Zeitpunkt der schweren Frostperiode in den Urlaub gefahren und hätte das Wohnhaus, das auch nach dem Kenntnisstand des Vermieters jedenfalls einen erheblichen Leerstand aufwies, ohne vorherige Entleerung der Wasserleitungen und ohne eine Überprüfung der Beheizung teilweise sich selbst überlassen (vgl. Urteil des LG Essen vom 27.01.2016, Az.: 18 O 63/15).

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