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Kein ärztlicher Behandlungsfehler bei umfassender Einwilligung vor operativer Karzinomentfernung

An den einem Arzt obliegenden Beweis der ordnungsmäßigen Aufklärung des Patienten dürfen keine übertriebenen Anforderungen gestellt werden. Danach hat der Tatrichter die besondere Situation, in der sich der Arzt während der Behandlung des Patienten befindet, ebenso zu berücksichtigen wie die Gefahr, die sich aus dem Missbrauch seiner Beweislast durch den Patienten zu haftungsrechtlichen Zwecken ergeben kann. Bei vorliegendem Plattenepithelcarzinom mit Indikation zur Vulvektomie liegt kein Aufklärungsmangel vor, wenn zunächst eine klitoriserhaltende Operation geplant war, sich intraoperativ aber ein anderer Eindruck ergibt und die Patientin für diesen Fall in die Entfernung der Klitoris eingewilligt hat (vgl. Urteil des OLG Hamm vom 22.12.2015, Az.: 26 U 127/14).

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