Springen Sie direkt:

Aktuelles

Haftung eines Zahnarztes wegen unvollständiger Aufklärung über verschiedene Anästhesiemöglichkeiten

Ein Zahnarzt kann für eine Behandlung mittels Infiltrations- oder Leitungsanästhesie haften, wenn er den Patienten über die als echte Alternative mögliche Behandlung mittels intraligamentärer Anästhesie nicht aufgeklärt hat und die vom Patienten für den zahnärztlichen Eingriff erteilte Einwilligung deswegen unwirksam gewesen ist (vgl. OLG Hamm, 19.04.2016, 26 U 199/15).

Praxishinweis:

Das vorliegende Urteil verdeutlicht den Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht bei alternativen Behandlungsmethoden. Zwar ist die Wahl der Behandlungsmethode primär Sache des Arztes. Gibt es allerdings mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Behandlungsmethoden, die wesentlich unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, besteht daher eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten, dann muss nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung diesem nach entsprechend vollständiger ärztlicher Aufklärung die Entscheidung überlassen bleiben, auf welchem Wege die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (vgl. BGH, Urteil vom 15.02.2005 – VI ZR 313/03).

Wir wollen, dass Sie Recht bekommen.

Sie benötigen Unterstützung? Dann vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Telefontermin mit uns.

Telefontermin vereinbaren