Springen Sie direkt:

Aktuelles

Haftung eines Landwirts wegen eines tödlichen Unfalls eines Pferdes beim Betrieb einer Bewässerungsanlage

Ein Landwirt, der eine landwirtschaftliche Bewässerungsanlage neben einer Pferdeweide derart in Betrieb nimmt, dass der Wasserstrahl auch die Weide beregnet und dadurch ein Pferd in Panik gerät und tödlich verunfallt, verletzt gegenüber dem Pferdeeigentümer eine Verkehrssicherungspflicht.

Den Landwirt entlastet fehlendes Wissen über das übliche Fluchtverhalten eines Pferdes nicht. Er hat sich gegebenenfalls vor Inbetriebnahme einer Bewässerungsanlage hierüber Kenntnis zu verschaffen und muss sicherstellen, dass die Anlage nur das eigene Grundstück beregnet. In einer solchen Fallgestaltung scheidet eine Zurechnung der Tiergefahr aus, weil der Landwirt durch sein schuldhaftes Verhalten gerade das unberechenbare tierische Fluchtverhalten ausgelöst hat; dies kann ihm nicht im Wege des Mitverschuldens wieder zu Gute kommen (vgl. Urteil des OLG Celle vom 14.03.2016, Az.: 20 U 30/13).

Wir wollen, dass Sie Recht bekommen.

Sie benötigen Unterstützung? Dann vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Telefontermin mit uns.

Telefontermin vereinbaren