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Grob fahrlässige Unkenntnis eines Gläubigers bei unterlassener Nutzung leicht zugänglicher Informationsquellen

Nach § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB beginnt die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren mit dem Schluss des Jahres, in dem der Gläubiger von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen. Sind für den Gläubiger konkrete Anhaltspunkte für das Bestehen eines Anspruchs ersichtlich und drängt sich ihm der Verdacht einer möglichen Schädigung auf, so ist er, um eine grob fahrlässige Unkenntnis auszuschließen, zu Ermittlungen gehalten, wenn deren Unterlassen aus der Sicht eines verständigen und auf seine Interessen bedachten Geschädigten unverständlich erscheint. Deshalb kann grob fahrlässige Unkenntnis gegeben sein, wenn der Gläubiger leicht zugängliche Informationsquellen nicht genutzt hat. Die maßgebenden Umstände gelten in dem Augenblick als bekannt, in dem der Geschädigte auf die entsprechende Erkundigung hin die Kenntnis erhalten hätte (vgl. Urteil des OLG Saarbrücken vom 11.11.2015, Az.: 2 U 83/14).

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