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Gesundheitsbezogene Werbung für Kryolipolyse-Verfahren zur Fettpolster-Reduzierung ist unzulässig

Bei der Werbung für das Kryolipolyse-Verfahren handelt es sich um gesundheitsbezogene Werbung. Es mag zwar richtig sein, dass die Behandlung in erster Linie ästhetischen Zwecken dienen soll. Das angestrebte ästhetische Ziel soll aber durch eine Einziehung des Fettgewebes und die nachfolgende Zerstörung von Fettzellen und somit durch einen körperlichen Eingriff erreicht werden. Gesundheitsbezogene Werbung liegt nicht nur dann vor, wenn das angestrebte Ziel der Behandlung gesundheitsbezogen ist, sondern auch, wenn ästhetische Ziele durch Maßnahmen erreicht werden sollen, die in die körperliche Integrität eingreifen und dadurch Gesundheitsbezug haben.

Da die Wirksamkeit der Lipokryolyse nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist, ist auch die streitgegenständliche Werbeaussage, mit dem Verfahren der Kryolipolyse werde eine schonende Methode angeboten, „um hartnäckige Fettpolster gezielt und nachhaltig zu reduzieren“, unzulässig. Dies wäre sie im Übrigen auch dann, wenn man nicht den besonders strengen Maßstab für gesundheitsbezogene Werbung anlegt. Denn auch außerhalb der gesundheitsbezogenen Werbung hat derjenige, der sich auf eine fachlich umstrittene Behauptung stützt, ohne die Gegenansicht zu erwähnen, die Verantwortung für die Richtigkeit seiner Angabe übernommen und muss sie im Streitfall beweisen (vgl. Oberlandesgericht München, Urteil vom 14.01.2016 – 29 U 2609/15).

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