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Gesetzliche Krankenversicherung muss nach verschleppter Antragsbearbeitung Kosten für Psychotherapie übernehmen

Ein gesetzlich Versicherter hat Anspruch auf Erstattung der Kosten für eine selbst bezahlte psychotherapeutische Langzeittherapie, wenn er die Therapie aufgrund der Einschätzung seiner Therapeutin für erforderlich halten durfte und die Krankenkasse über einen entsprechenden Leistungsantrag nicht in angemessener Frist entschieden hat.

Die beklagte Krankenkasse lehnte den Antrag des Klägers auf Übernahme der Kosten für 25 Sitzungen psychotherapeutische Leistungen als Langzeittherapie erst nach knapp sechs Wochen ab, ohne ihn über die Einholung eines Gutachtens zu informieren.

Der Kläger verschaffte sich die Leistung für 2.200 Euro selbst und verlangte Erstattung. Das Bundessozialgericht hat die Revision der Beklagten zurückgewiesen und dem Kläger den Erstattungsanspruch zugestanden. Sein nach dem 25.02.2013 gestellter, nicht auf eine Geldleistung oder medizinische Reha gerichteter bestimmter Antrag gelte als genehmigt.

Der Kläger habe die begehrte Therapie, die nicht offensichtlich außerhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung liegt, aufgrund der Einschätzung seiner Therapeutin für erforderlich halten dürfen. Die Beklagte habe über den Antrag nicht binnen dreier Wochen entschieden, ohne hierfür Gründe mitzuteilen (vgl. BSG , Urteil vom 08.03.2016, Az. B 1 KR 25/15 R).

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