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Gesetzliche Krankenversicherung muss Kosten für Gebärdensprachkurs übernehmen

Gesetzliche Krankenkassen müssen bei Bedarf für die Kosten von Sprachkursen zum Erlernen der Gebärdensprache aufkommen. Die Teilnahme an solchen Kursen sei als Krankenbehandlung einzustufen, für die die Krankenkassen im Fall medizinischer Notwendigkeit aufzukommen hätten. Geklagt hatte ein gesetzlich Versicherter, der an
einer nicht heilbaren Hörstörung leidet, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Taubheit führen wird.

Aus diesem Grund wollte er frühzeitig die Gebärdensprache erlernen, was ihm auch sein Arzt bescheinigt hatte. Die beklagte Krankenkasse hatte zunächst die Kosten entsprechender Sprachkurse übernommen, sich dann aber geweigert und behauptet, die Gewährung von Sprachkursen gehöre nicht zum Leistungskatalog der
gesetzlichen Krankenkassen.

Das Sozialgericht hat die Krankenkasse zur Kostenübernahme verurteilt. Die Teilnahme an solchen Kursen sei als Krankenbehandlung einzustufen, für die die Krankenkassen im Fall medizinischer Notwendigkeit aufzukommen hätten (vgl. BSG , Urteil vom 08.03.2016, Az. B 1 KR 25/15 R).

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