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Eingriff in das Persönlichkeitsrecht durch das Überfliegen des Grundstücks des Nachbarn mit einer Flugdrohne

Ein Grundstückseigentümer kann durch den Überflug einer von ihm gesteuerten Flugdrohne unter Fertigung von Bildern in Echtzeitübertragung über das Grundstück seines Nachbarn in das Persönlichkeitsrecht des klagenden Grundstückseigentümers bzw. Nachbarn eingegriffen haben. Der Eingriff in die geschützte Privatsphäre des Nachbarn ist nicht gerechtfertigt. Die Handlungsfreiheit des beklagten Nachbarn, seine Drohne hobbymäßig herumfliegen zu lassen, hat hinter der geschützten Privatsphäre Dritter zurückzutreten, zumal es genug Flächen und Räume gibt, in denen er seinem Hobby nachgehen kann, ohne Dritte zu stören. Drohnen sind anders als die in § 1 Abs. 1 LuftVG genannten Flugobjekte mit Kameras ausgestattet. Wenn ein Grundstück gegen fremde Blicke erkennbar abgeschirmt ist, hat die Handlungsfreiheit in Bezug auf die Ausführung eines solchen „Hobbies“ gegenüber der Privatsphäre zurückzutreten (vgl. Urteil des AG Potsdam vom 16.04.2015, Az.: 37 C 454/13).

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