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Brust-OP mit Todesfolge: Ehemann verstorbener Erotik-Darstellerin erstreitet Schadenersatz

Der Witwer und Alleinerbe einer Patientin hat eine Klinik und eine dort angestellte Anästhesistin erfolgreich auf eine Schadenersatzzahlung von knapp 130.000 € zzgl. einer monatlichen Geldrente und weiterer Kosten sowie die Zahlung eines Schmerzensgeldes i.H.v. 7.500 € verklagt, weil seine Ehefrau bei einer Brustvergrößerungs-Operation einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hat und einige Tage später verstorben ist. Die Ärztin hatte nicht für eine ausreichende Beatmung der Patientin gesorgt,  was zu einer tödlichen Hirnlähmung führte.

Das Gericht nahm unter anderem zur Aufgaben- und Haftungsverteilung zwischen Operateur und Anästhesist bei Brustoperationen Stellung; hier sei der Anästhesist für die Überwachung der Vitalfunktionen und für eine Reanimation zuständig. Der Operateur müsse bei einer Reanimation lediglich assistieren. Ferner führte das Gericht umfangreich zur Schadenersatzberechnung aus und erachtete die Ansetzung einer 2,0-Geschäftsgebühr bei komplexer Behandlungshistorie mit gleichzeitig auf der Hand liegendem und gutachterlich festgestelltem Behandlungsfehler für angemessen (vgl. Landgericht Hamburg, Urteil vom 24.06.2016 – 303 O 173/14).

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