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55.000 Euro wegen nicht mitgeteilten Tumorbefundes

55.000 Euro Schadenersatz zahlt ein Hautarzt im Wege des Vergleiches dafür, dass er seinem Patienten den Befund über einen bösartigen Tumor nicht mitgeteilt hat.

Dem Patienten war 2008 ein auffälliges Muttermal an der Schulter entfernt worden. Aus dem Labor kam später der alarmierende Befund, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelte. Diesen Befund hatten die Ärzte dem Patienten nicht weitergegeben.

Vier Jahre später entdeckten Mediziner bei einer Notoperation weitere Tumore in Lunge und Dünndarm. Zwei Monate später starb der Mann mit 59 Jahren.

Die Arztpraxis hafte fraglos wegen eines groben Behandlungsfehlers, so die Richter. Es sei Sache der Ärzte, bei so einem gravierenden Befund den Patienten einzubestellen und mit ihm alles weitere zu besprechen. Die Krebserkrankung wäre anders verlaufen, wenn frühzeitig medizinische Maßnahmen ergriffen worden wären.

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