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200.000 € Schmerzensgeld für 15-Jährige nach Nierenverlust

Wird bei einer jugendlichen Patientin die Ursache erhöhten Blutdrucks (160/100) nicht abgeklärt, ist der Hausärztin ein Befunderhebungsfehler zur Last zu legen. Kommen weitere Alarmzeichen (wie zum Beispiel mehrfache Bewusstlosigkeit) hinzu, ist die mangelnde Befunderhebung als grober Behandlungsfehler der Hausärztin zu werten. Für den Verlust beider Nieren, Dialysepflicht und 53 Folgeoperationen – darunter eine erfolglose Nierentransplantation – bei einer 15-jährigen Patientin ist dann ein Schmerzensgeld von 200.000 € angemessen (vgl. Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 03.07.2015 – 26 U 104/14).

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