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100.000,00 € Schmerzensgeld für nicht indizierte Injektionen

Das OLG Hamburg hat mit Urteil vom 04.12.2015 (Az. 26 U 32/14 und 26 U 33/14) festgestellt, dass ein ambulant tätiger Chirurg 100.000,00 € Schmerzensgeld und mehrere 100.000,00 € Schadenersatz für nicht indizierte Infiltrationsbehandlungen zu zahlen hat.

Die Patientin hatte sich am Gesäß verletzt. Ohne Abklärung einer möglichen Steißbeinfraktur wurde ein Knochenhautreizzustand an der Steißbeinspitze diagnostiziert und Infiltrationen durchgeführt.

Hierbei kam es zur Infektion mit einem Staphylococcus aureus, so dass die Patientin bei Feststellung einer tatsächlich vorliegenden Steißbeinfraktur eine lebensgefährliche Infektion nicht nur zahlreiche Operationen zu überstehen hatte, sondern unter Narbenschmerzen, Mobilisations- und Bewegungseinschränkungen leidet. Der Verzicht auf die Abklärung einer möglichen Steißbeinfraktion wurde als grober Behandlungsfehler bewertet.

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