Springen Sie direkt:

Aktuelles

Verboten: „Top-Platzierung Fachgebiete“ bei jameda

Das Landgericht München I hat mit Urteil vom 18.03.2015 (Az.: 37 O 19570/14) dem Arztbewertungsportal jameda untersagt, Ärzte auf der Bewertungsskala oben einzublenden, nur weil diese für dieses Ranking bezahlen.

Den Ärzten wurde ein kostenpflichtiger Premium-Dienst angeboten, innerhalb dessen gegen einen Aufpreis die Zusatzoption „Top-Platzierung Fachgebiete“ gebucht werden konnte. Die Option ermöglichte es, dass der Käufer der Platzierung über allen anderen Ärzten präsentiert wurde, auch dann, wenn die anderen Ärzte tatsächlich einen besseren Bewertungsschnitt hatten. Ein Hinweis darauf, dass die bessere Platzierung bezahlt wurde, fand sich im Ranking nicht.

Die 37. Zivilkammer des Landgerichts (LG) München sah die Jameda-Praxis deshalb als irreführend und damit unzulässig an (LG München, Urt. v. 18.03.2015, Az. 37 O 19570/14). Die Nutzer, die auf der Seite nach den am besten bewerteten Medizinern suchen, gingen davon aus, dass die an oberster Stelle stehenden Ärzte auch die am besten bewerteten seien, so die Münchner Richter. Auch die konkrete Gestaltung der Internetseite zeige nicht hinreichend, dass die abrufbaren Ergebnislisten durch gekaufte Platzierungen beeinflusst seien (vgl. LG München, Urt. v. 18.03.2015, Az. 37 O 19570/14).

Wir wollen, dass Sie Recht bekommen.

Sie benötigen Unterstützung? Dann vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Telefontermin mit uns.

Telefontermin vereinbaren