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Veranstalter eines Eishockeyspiels haftet für Schäden durch auf Zuschauerränge geschlagenen Eishockeypuck

Den Veranstalter einer Sportveranstaltung trifft die Pflicht, für einen verkehrssicheren Zustand des Stadions zu sorgen. Er ist gehalten, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung der Besucher der Veranstaltung möglichst zu verhindern. Aus dem Umstand, dass ein Eishockeystadion den Vorschriften der DIN 18036 entspricht, kann jedoch nicht der Beweis des ersten Anscheins für eine umfassende Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht abgeleitet werden. Die DIN-Normen können zwar zur Konkretisierung der Verkehrssicherungspflichten herangezogen werden, sind jedoch ergänzungsbedürftig. Besteht trotz Einhaltung der DIN-Normen die naheliegende Möglichkeit, dass Rechtsgüter anderer verletzt werden können, so ist der zur Verkehrssicherung Verpflichtete gehalten, die erkennbare Gefahrenquelle im Rahmen der Zumutbarkeit zu beseitigen, insbesondere dann, wenn die Veranstaltung die nicht nur geringe Wahrscheinlichkeit eines Unfalls mit der Gefahr nicht unerheblicher Verletzungen mit sich bringt. Die Verletzung einer Zuschauerin bei einem Eishockeyspiel durch einen Eishockeypuck verpflichtet daher den Veranstalter der Sportveranstaltung zu Schadensersatz (vgl. Beschluss des OLG Nürnberg vom 06.07.2015, Az.: 4 U 804/15).

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