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Patient vor Operation auch über Misserfolgsrisiko aufzuklären

Ein Arzt hat vor der Durchführung einer Operation zur Entfernung von Osteosynthesematerial im Hinblick auf mögliche Schwierigkeiten bei der Entfernung von Schrauben aufgrund einer sog. Kaltverschweißung von Titanschrauben und -platten den Patienten auch darüber aufzuklären, dass der Eingriff ggf. nicht vollständig durchgeführt werden kann, wenn er nicht alle notwendigen medizinischen Werkzeuge zur Sicherstellung der Entfernung der Schrauben für solche Fälle vorhält.

Weil eine Patientin mit Handgelenksfraktur nicht entsprechend aufgeklärt worden war und ihr dann tatsächlich im Wege der OP nicht alle Schrauben entfernt werden konnten, sprach ihr das Gericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 5000 € zu (vgl. Landgericht Heidelberg, Urteil vom 22.04.2015 – 4 O 221/13).

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