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Keine Vermutung für das Fortbestehen eines inländischen Wohnsitzes bei Beibehaltung einer eingerichteten Wohnung im Inland

Einen Wohnsitz hat nach der AO jemand dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung beibehalten und benutzen wird. Melderechtliche Angaben sind dabei unerheblich. Bei einem ins Ausland versetzten Arbeitnehmer begründet die Beibehaltung einer eingerichteten Wohnung im Inland nicht mehr eine Vermutung für das Fortbestehen eines inländischen Wohnsitzes.

Vielmehr wird bei einem auf mehr als ein Jahr angelegten Auslandsaufenthalt ein inländischer Wohnsitz durch kurzzeitige Besuche und sonstige kurzfristige Aufenthalte zu Urlaubszwecken, Berufszwecken oder familiären Zwecken, die nicht einem Aufenthalt mit Wohncharakter gleichkommen, nicht beibehalten oder begründet. Bei einem ins Ausland entsandten Arbeitnehmer gelten insoweit keine anderen Maßstäbe als bei einem längeren Auslandsaufenthalt eines Kindes. Erforderlich ist zumindest ein zwischenzeitliches Wohnen in der bisherigen Wohnung (vgl. Urteil des FG Hamburg vom 18.06.2014, Az.: 1 K 134/12).

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