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Gelbsucht kann Berufskrankheit einer Krankenschwester sein

Hat sich eine Krankenschwester im Rahmen einer mehrjährigen Tätigkeit bei einem Blutspendedienst mit Hepatitis-C infiziert, ist eine später auftretende Gelbsucht als Berufskrankheit anzuerkennen und zu entschädigen.

Die Klägerin war als Krankenschwester von 1987 bis 1992 bei einem Blutspendedienst für die intravenöse Blutabnahme zuständig. 2004 wurden eine vergrößerte Leber und eine Hepatitis-C-Virusinfektion festgestellt. Die Frau beantragte dies zur Anerkennung als Berufskrankheit. Sie führte dazu aus, dass sie monatlich etwa 400 Blutabnahmen durchgeführt und sich dabei auch manchmal mit der Nadel verletzt habe.

Die BG lehnt den Antrag ab, ebenso das SG.
Das LSG gab der Klägerin Recht und verurteilte die Berufsgenossenschaft, die Hepatitis- C-Infektion als Berufskrankheit anzuerkennen sowie eine Entschädigung zu zahlen. Die Klägerin sei bei ihrer Tätigkeit als Krankenschwester im Blutspendedienst einem besonders erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt gewesen (vgl. LSG Hessen, Urteil vom 20.10.2015, AAz.: L 3 U 132/11).

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