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Arzthaftungsrecht: Mitverschulden nur nach ordnungsgemäßer Aufklärung

Ist die operative Behandlung eines Hirntumors (pilozytisches Astrozytom) nach Möglichkeit auf dessen vollständige Entfernung gerichtet, muss der Operateur dem durch ausreichende Öffnung des Schädels Rechnung tragen. Wählt er einen zu kleinen Zugang, kann dies ein Behandlungsfehler sein.

Ein Mitverschulden durch fehlende Mitwirkung des Patienten an der dringend indizierten Operation kommt nur nach ordnungsgemäßer Therapieaufklärung in Betracht. Im Falle eines Kindes müssen den sorgeberechtigten Eltern hierzu mit Nachdruck die medizinische Notwendigkeit und die drohenden einschneidenden Folgen einer unterbleibenden Operation und damit der Ernst der Lage vor Augen geführt werden. Eine telefonische Benachrichtigung oder eine Mitteilung an den Hausarzt genügen nicht (vgl. OLG Naumburg, Urteil vom 23.10.2014, Az. 1 U 136/12).

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