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Arzthaftung wegen unterbliebener Sicherheitsaufklärung über eine vorsorglich durchzuführende Koloskopie

Bei einem 57 Jahre alten Patienten, dessen Mutter an Darmkrebs verstorben ist, entspricht es fachärztlichem Standard, auf die Möglichkeit einer Koloskopie zur Abklärung eines Darmkrebsrisikos im Rahmen einer therapeutischen Sicherheitsaufklärung hinzuweisen. Unterlässt der behandelnde Arzt einen solchen Hinweis, stellt sich dies als grober Behandlungsfehler dar. Dieser hat zur Folge, dass der Arzt darlegen und ggfls. beweisen muss, dass eine später eingetretene Darmkrebserkrankung auch bei zum Zeitpunkt der Untersuchung durchgeführter Koloskopie nicht anders verlaufen wäre. Im Falle einer vom Patienten gewünschten Vorsorgeuntersuchung gehört es zu den ärztlichen Pflichten, auf solche Maßnahmen hinzuweisen, die der Arzt selbst nicht durchführen kann oder will, die aber zur Sicherstellung des Erfolges der Vorsorgeuntersuchung vom ärztlichen Standard aus als empfehlenswert oder gar als notwendig angesehen werden (vgl. Urteil des OLG Köln vom 06.08.2014, Az.: 5 U 137/13).

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