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Angestellter einer Versicherungsgesellschaft als Sachverständiger

Ein angestellter Mitarbeiter einer Versicherungsgesellschaft ist kein Sachverständiger im Rahmen des Sachverständigenverfahrens nach den AKB bei der Kraftfahrzeug-Versicherung. Das ergibt sich nicht aus dem Wortlaut der AKB, wohl aber aus deren für den Versicherungsnehmer erkennbaren Sinn und Zweck. An das Ergebnis eines ordnungsgemäß durchgeführten Sachverständigenverfahrens nach den AKB sind die Parteien gebunden, wenn nicht der Nachweis einer erheblichen und offenbaren Unrichtigkeit gelingt.

Praxishinweis:

Haben Versicherer und Versicherungsnehmer im Rahmen der Kraftfahrzeugversicherung zur Feststellung der Schadenshöhe ein Sachverständigenverfahren vereinbart, sind die Parteien an dessen Ergebnis nach § 84 Abs. 1 VVG gebunden, wenn nicht der Nachweis einer erheblichen und offenbaren Unrichtigkeit gelingt. Nach diesem Urteil ist davon auszugehen, dass der Versicherer nicht den bei ihm angestellten Leiter seiner Sachverständigenabteilung als Sachverständigen auswählen und benennen darf. Das soll sich zwar nicht aus dem Wortlaut der maßgeblichen Bestimmungen der AKB ergeben, wohl aber aus deren Sinn und Zweck (vgl. Urteil des BGH vom 10.12.2014, Az.: IV ZR 281/14).

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