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Anforderungen an die ärztliche Aufklärung über die Risiken eines Heileingriffs

Soll bei einer kathetergestützten Operation am Herzen eines Kindes durch Applikation von hochfrequentem Strom eine störende Leitungsbahn verödet werden, so sind die Eltern auch auf das Risiko eines AV-Blocks mit lebenslanger Herzschrittmacher-Notwendigkeit hinzuweisen. Eine nicht gegebene bzw. nicht nachgewiesene Risikoaufklärung kann dazu führen, dass die seitens der Eltern für das Kind erteilte Einwilligung nicht wirksam ist und die Operation sich damit als rechtswidriger Eingriff der Ärzte in die Gesundheit des Kindes darstellt. Kommt es zu einer Schädigung der Hauptleitungsbahn mit lebenslanger Schrittmacher-Notwendigkeit, so stellt sich dies als Verschlechterung des Zustandes dar, wenn das Herz des Geschädgten die reelle Chance bot, irgendwann ohne Schrittmacher und ohne Medikamente auszukommen. Daher ist in der genannten Fallgestaltung auch ein Gesunheitsschaden eingetreten (vgl. Urteil des OLG Köln vom 04.08.2014, Az.: 5 U 157/13).

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