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Verkehrssicherungspflichten: „Allseits orientierte und mobile“ 87-jährige Patientin kann Wege im Krankenhaus unbegleitet zurücklegen

Lehnt ein im Krankenhaus tätiger Anstreicher die dort aus den Angeln gehobene Tür neben der deutlich wahrnehmbaren Türöffnung senkrecht gegen die Wand, liegt darin keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, falls auf der betreffenden Station keine sehbehinderten oder aus sonstigen Gründen desorientierten Patienten untergebracht sind. Der Krankenhausträger haftet in einem solchen Fall nicht, wenn die Tür auf eine 87-jährigen Patientin fällt, die die Tür mit der Tür zu einem Patientenzimmer verwechselt, wenn ihr Allgemeinzustand bei der stationären Aufnahme als „sehr gut“ befunden wurde und wenn sie „allseits orientiert und mobil“ wirkte. Es liegt dann kein haftungsrelevantes Versäumnis darin, dass man sie den Hin- und Rückweg zu Untersuchungen innerhalb des Krankenhauses unbegleitet zurücklegen lässt (vgl. OLG Koblenz, 11.08.2014, 5 U 788/14).

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