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Unterbliebene ärztliche Aufklärung in der Regel nicht haftungsrelevant bei zwei gleich erfolgversprechenden Behandlungsmethoden

Eine unterlassene, unvollständige, fehlerhafte oder nicht rechtzeitige Aufklärung führt nicht zur Haftung des Arztes, wenn dieser darlegen und beweisen kann, dass der Patient auch bei ordnungsgemäßer Aufklärung in die konkrete Therapie eingewilligt hätte. Sind die Erfolgsaussichten und Risiken einer konservativen Behandlung oder Operation nach einer unfallbedingt erlittenen BWK12-Fraktur nahezu identisch, ist die unterbliebene Aufklärung über die Möglichkeit einer Operation nicht haftungsrelevant, wenn der darlegungs- und beweispflichtige Patient nicht nachweist, dass der Kausalverlauf nach einer Operation günstiger gewesen wäre. Es obliegt dem Patienten, nachzuweisen, dass bei einer operativen Behandlung die behaupteten Gesundheitsschäden vermieden worden wären. Ein die konservative Behandlung billigendes hypothetisches Einverständnis des Patienten liegt bei zunächst konservativer Behandlung nahe, wenn sich dadurch die Chancen einer späteren Operation nicht signifikant verschlechtern (vgl.OLG Koblenz, Beschluss vom 30.07.2013, Az.: 5 U 641/13).

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