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Unfall im Sinne der Unfallversicherung möglich beim Anheben einer Tür durch den Versicherten

Hat der Unfallversicherte eine Tür aus eigener Kraft heraus angehoben und die Verletzung seines Handgelenks durch diesen Hebevorgang und die dadurch aufgewendete Kraft erlitten, nicht aber aufgrund einer von außen auf das Handgelenk einwirkenden Kraft, durch die das Handgelenk verletzt worden wäre, greift der erweiterte Unfallbegriff in den AUB ein. Dieser erfasst auch Ereignisse, bei denen es aufgrund erhöhter Kraftanstrengung zu Schädigungen an den Gliedmaßen gekommen ist. Der Begriff der Kraftanstrengung setzt lediglich einen erhöhten Einsatz von Muskelkraft voraus, wobei das Attribut „erhöhte“ nicht als gesteigerter Kraftaufwand zu verstehen ist. Es handelt sich vielmehr um normale Handlungen des täglichen Lebens, die zwar einen gewissen Muskeleinsatz, aber nach allgemeiner Lebensauffassung für einen normal gesunden Durchschnittsmenschen keinen bemerkenswerten Krafteinsatz erfordern. Als solche Beanspruchungen werden auch das Heben und Tragen schwerer Lasten aufgefasst (vgl. Urteil des OLG Frankfurt am Main vom 14.06.2013, Az.: 7 U 98/12).

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