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OLG Saarbrücken: Schadensersatzansprüche wegen eines schadhaften Hüftgelenksimplantats zurückgewiesen

Das OLG Saarland hat Schadensersatzansprüche wegen eines schadhaften Hüftgelenksimplantats zurückgewiesen.

Die Klägerin, eine Patientin des Knappschaftskrankenhauses Püttlingen, hatte von dessen Rechtsträger Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangt, weil ihr im Jahr 2006 ein schadhaftes Hüftgelenksimplantat eingesetzt worden sei. Die Herstellerin der sogenannten ASR-Prothese hatte diese im August 2010 – nach Hinweisen auf erhöhte Revisionsquoten – vom Markt genommen und Blutuntersuchungen an den betroffenen Patienten empfohlen. Nach dem Ergebnis dieser Untersuchung hatte die Klägerin sich im Oktober 2011 einem Revisionseingriff am Hüftgelenk unterzogen. Ihre auf Schadensersatz und Schmerzensgeld gerichtete Klage hatte vor dem Landgericht keinen Erfolg.

Der für Arzthaftungssachen zuständige 1. Zivilsenat des saarländischen Oberlandesgerichts hat die Entscheidung des Landgerichts mit Urteil bestätigt und ärztliche Behandlungsfehler verneint. Gemäß den Feststellungen des gerichtlich beauftragten Sachverständigen habe das der Klägerin eingesetzte Implantat im Jahr 2006 noch dem zu fordernden Facharztstandard entsprochen. Zu dieser Zeit sei insbesondere nicht bekannt gewesen, dass es in einem möglicherweise gesundheitsschädlichen Maß zu einem erhöhten Kobalt- und Chromabrieb kommen könne. Der 1. Zivilsenat hat die Revision gegen seine Entscheidung nicht zugelassen.

Urteil des OLG Saarbrücken vom 01.10.2014, Az.: 1 U 90/13

Quelle: Pressemitteilung des OLG Saarbrücken vom 12.11.2014

Vorinstanz:

Landgericht Saarbrücken, Urteil vom 08.08.2013, Az.: 16 O 32/13

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