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Leistungsanspruch eines Hausratsversicherten nach Diebstahl eines Wohnungsschlüssels kann bei Fahrlässigkeit ausgeschlossen sein

Nach der in den VHB 2008 enthaltenen „erweiterten Schlüsselklausel“ kann unter Umständen auch bei Verlust eines Wohnungsschlüssels Versicherungsschutz bestehen, aber nur dann, wenn in Bezug auf den Verlust des Schlüssels keine Fahrlässigkeit des Berechtigten vorliegt.

Ein Versicherungsnehmer kann nach dem Diebstahl seines Wohnungsschlüssels aus seiner Tasche in einem Pausenraum einer Klinik und einem anschließend erfolgten Einbruchsdiebstahls von seiner Hausratversicherung nicht Leistung verlangen, wenn der Versicherungsnehmer nicht bewiesen hat, dass der Diebstahl seines Wohnungsschlüssels nicht auf einem Verhalten des Versicherungsnehmers beruhte, das als fahrlässig zu bewerten ist.

Der Versicherungsnehmer kann die verkehrserforderliche Sorgfalt dadurch verletzt haben, dass er seine Tasche während seines etwa einstündigen Stationsrundgangs unbeaufsichtigt im Pausenraum zurückgelassen hat, nachdem er diesen wegen eines Patientenrufs verlassen hatte (vgl. Urteil des OLG Braunschweig vom 13.02.2013, Az.: 3 U 46/12).

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