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Haftung eines Zahnarztes für das Einsetzen eines zu großen Implantats

Hat der Zahnarzt eine falsche Bezugsebene für die Längenbestimmung gewählt und ein zu großes Implantat eingebracht, was zu 6-tägigen starken Nervenschmerzen und hiernach zu einer dauerhaften Gefühlsbeeinträchtigung im Behandlungsbereich führt, kann ein Schmerzensgeld von 5.000 Euro angemessen sein.

Die, wenn auch nur kurzzeitige, Intensität der Schmerzen sowie die Dauer der – wenn auch geringfügigeren – Beeinträchtigungen durch Gefühlsstörungen bei fortbestehender Ungewissheit über deren Ende begründen die Angemessenheit des Schmerzensgeldes.

Dem Gericht kommt bei der Bemessung des Schmerzensgeldes ein Ermessen zu, da es ein „angemessenes“ Schmerzensgeld festzusetzen hat. Der Ermessensspielraum ist auch im Berufungsverfahren zu respektieren (vgl. OLG Koblenz, 25.11.2013, 5 U 1202/13).

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