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Haftung des Vaters eines minderjährigen Kindes für die Verletzung seiner Aufsichtspflicht

Der Vater eines 6 Jahre und 7 Monate alten Sohnes kann haften, wenn er das Kind über mehrere Stunden auf dem Gelände einer Unterrichtsstätte unbeaufsichtigt belassen hat und wenn das Kind zusammen mit anderen Kindern Holzstücke über den Zaun auf das unmittelbar angrenzende Nachbargrundstück geworfen hat, sodass an einem parkenden Fahrzeug Schäden entstanden sind. Dieser Anspruch folgt aus dem Gesichtspunkt der Verletzung der Aufsichtspflicht über ein minderjähriges Kind. Ein 6 Jahre und 7 Monate altes Kind darf nicht über mehrere Stunden unbeaufsichtigt auf dem Gelände einer Unterrichtsstätte bleiben. Das Risiko, das von Kindern für unbeteiligte Dritte ausgeht, soll nach dem Grundgedanken des § 832 BGB von den Eltern getragen werden, denen es eher zuzurechnen ist als dem unbeteiligten Dritten. Damit ist es nicht zu vereinbaren, dass ein rund sechseinhalbjähriger Junge über einen so langen Zeitraum gemeinsam mit anderen Kindern ohne irgendeine Aufsicht auf einem Schulgelände verbleibt (vgl. Urteil des OLG Düsseldorf vom 14.05.2014, Az.: 19 U 32/13).

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